Chronik

15. März 1927

An diesem Tag riefen die Gebrüder Stichnoth und Josef Heck ihre Freunde im Pöhlschen Gasthof zusammen, um einen neuen Verein zu gründen. Sie nennen ihn “Verein für Rasensport von 1927″.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten, soweit es aus den Erinnerungen älterer Sportkameraden hervorgeht folgende Personen: Adolf Gronemann, Josef Heck, Fritz Heitefuß, August Homeister, Wilhelm Kaiser, Wilhelm Klages, Wilhelm Körner, Wilhelm Mehrmann, Friedrich Nolte, Alfred Riecher, Ernst Rodermund, Heinrich Siems, Alfred Schäfer, Hans Stichnoth, Erich Stichnoth und August Witter.

Zum ersten Vorsitzenden wurde der Kamerad Hans Stichnoth von den ‘Sportfreunden gewählt.

Bei der Gründung des Vereins gab es in Langelsheim weder einen Sportplatz noch eine zentrale Umkleidemöglichkeit. Die Sportfreunde zogen sich daher in der “Pöhlschen Gastwirtschaft” um und wanderten gemeinsam mit dem Gegner anschließend zum Spielplatz an der Kalkrösecke.

Der Spielbetrieb wurde lediglich mit zwei Mannschaften durchgeführt, einer Herren- und einer Jugendmannschaft.

1928. Der Verein wächst

Die Jugendmannschaft wurde Meister der B-Klasse. Der Verein wurde um drei Mannschaften erweitert. Es wurde eine 2. Jugendmannschaft, eine 2. Herrenmannschaft und eine Knabenmannschaft gegründet.

1931. Das Jahr der Abteilungsgründungen

Eine Schwimmabteilung wurde in Leben gerufen und konnte sich immerhin ein Jahr halten. Die Tischtennisabteilung wurde gegründet und hat bis heute Bestand. Es wurde auch versucht eine Leichtathletikabteilung zu etablieren, was jedoch an den nicht vorhandenen Anlagen scheiterte.

1931 wurde auch mit de Bau einer Umkleidekabine begonnen deren Fertigstellung bis 1932 dauerte.

1937. Der Aufstieg

Nach viermaligen Anlauf wurde 1937 endlich der Aufstieg in die Kreisklasse geschafft. Durch einen 8:2 Sieg in Barbis konnte sich die Mannschaft zum 10. Stiftungsfest selbst das schönste Geschenk machen.

1957. Stadioneinweihung und 30jähriges Jubiläum

 Der 16. Januar wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des VfR. Es wurde beschlossen beim Amtsgericht Seesen einen Antrag zu stellen um als eingetragener Verein dort geführt zu werden. Diesem Antrag wurde auch schnell stattgegeben, so dass sich der Verein ab April 1957 ” Verein für Rasensport von 1927 e.V. ” nannte.

Der 1955 begonnen Stadionausbau neigte sich dem Ende zu und man wartete deshalb mit der Feier zum 30jährigen Jubiläum bis zum 10. August.

40 Jahre VfR

Anlässlich des 40jährigen Bestehens veranstaltete der Verein in der Zeit von 29. Juli bis 6. August eine Sportwoche. Auf den beiden Plätzen des Harzstadions wurde in 7 Tagen in 7 verschiedenen Klassen um den Sieg gerungen. Nach Abschluss der Sportwoche waren sich alle einig das sich die Mühe und Arbeit gelohnt hatte.

1969 Gastspiel gegen den Bundesligaspitzenreiter Hannover 96

Aus Anlass der Errichtung der Flutlichtanlage auf dem B-Platz konnte man den damaligen Bundesligaspitzenreiter Hannover 96 zu einem Gastspiel verpflichten. 3300 Besucher schauten sich das Spektakel an. Trotz einer guten Leistung der Nordharzauswahl ließ sich am Endstand von 0:10 nichts ändern.

Im Dezember schließlich wurde die Sparte Damengymnastik gegründet.

Auch der FC Nantes war bereits Gast beim VfR Langelsheim. Mit 7 Nationalspielern in ihren Reihen siegten sie unangefochten mit 4:1.

Die siebziger Jahre

1971 war Werder Bremen Gast im Harzstadion. Leider nur 1500 Besucher sahen einen verdienten 8:0 Erfolg der Weserstädter. In der Saison 1977/1978 wurde die 1. Herrenmannschaft Meister der Bezirksklasse und sicherte sich so den Aufstieg in die Bezirksliga. Im Jahre 1979 wurde auch gleich noch der Aufstieg in die Bezirksoberliga geschafft. Ein toller Erfolg nach nur einjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga.

Die achtziger Jahre

Im Jahre 1980 konnte das 500. Mitglied begrüßt werden. 1983 gab es dann einige Rückschläge. Die 1. Herrenmannschaft stieg in die Bezirksliga ab, die 2. und 3. Herrenmannschaft in die 2. Kreisklasse.

Allerdings gelang der 1. Herrenmannschaft der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga 1984. 1985 erreicht man dann sogar das Finale des Bezirkspokals und konnte dort die zwei Klassen höher spielende Eintracht aus Braunschweig mit 1:0 besiegen. Zwei Wochen nach Gewinn des Bezirkspokals stand der nächste Pokal-Schlager auf dem Programm. Im Halbfinale um den Niedersachsenpokal traf man auf die eine klasse höher spielenden Preußen aus Hameln. Und auch dieses Spiel konnte mit 6:5 nach Elfmeterschießen gewonnen werden.

Erneut zwei Wochen später fand das Endspiel des Niedersachsenpokals im Harzstadion statt. Und wieder konnte der VfR überraschen. Der VfL Nordhorn wurde mit 4:2 nach Verlängerung besiegt. Dies war nun der größte Erfolg in der 33jährigen Vereinsgeschichte. Der Sieg ermöglichte dem VfR die Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Vereinspokals.

Am 24. August 1985 war der Tag, an dem Rundfunk und Fernsehen in längeren Ausschnitten vom VfR Langelsheim berichteten. Pokalspiel der 1. Hauptrunde des DFB-Vereinspokals zwischen dem VfR und dem deutschen Amateurvizemeister DSC Wanne-Eickel. Der VfR konnte die Partie bis weit in die zweite Halbzeit mit einem 2:2 offen gestalten, unterlag aber letztlich doch mit 2:5. Trotzdem gab es gute Kritiken vom Gegner und auch von neutralen Beobachtern.

Unsere Mannschaft von 1985:

mannschaft85

Nach zweimaliger Vizemeisterschaft in der Bezirksoberliga wurde 1987 die Meisterschaft gewonnen und somit der Aufstieg in die Landesliga sichergestellt. Wie schon im Jahr 1985 konnte auch im Jahr 1988 der Bezirkspokal gewonnen werden. Fast hätte es auch wieder mit dem Niedersachsenpokal geklappt, doch der VfR unterlag im Endspiel dem TSV Verden mit 5:2.

Für die VfR-Jugend gab es 1989 ein großartiges Erlebnis. Der HSV-Manager Felix Magath aus Hamburg war Gast beim Training und gab anschließend reichlich Autogramme. 

1991 erreicht der VfR etwas was niemand zu hoffen gewagt hatte. Mit dem Erreichen der Meisterschaft in der Landesliga schaffte man den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse im Niedersächsischen Fußballverband, der Verbandsliga. Dieser ungeahnte Erfolg wurde auch in der Chronik des Niedersächsischen Fußballverbandes, die aus Anlass es 50jährigen Bestehens veröffentlich wurde, erwähnt.

Die organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten des Vereins waren voll erschöpft und so war es auch keine Überraschung das man in der Saison 1991/1992 den sofortigen Abstieg hinnehmen musste.

Da mit schwindenden Finanzmitteln auch viele Leistungsträger den Verein verließen, begann eine sportliche Talfahrt im Herrenbereich. Innerhalb von 8 Jahren war die Mannschaft von ihrem Höhepunkt wieder in der Bezirksklasse gelandet.

Erfreulicherweise konnte 2001 wieder die Meisterschaft in der Bezirksklasse ereicht werden und die Mannschaft kehrte nach nur einjähriger Abwesenheit wieder in die Bezirksliga zurück.