Zur Zeit ist es schon bitter, wie die Spiele unserer zweiten Herrenmannschft verlaufen. Stets kontrolliert man das Spiel über weite Strecken und erarbeitet sich zahlreiche Chancen, aber am Ende steht man mit leeren Händen da, weil zu viele Torgelegenheiten ungenutzt bleiben. Das 2:4 (1:1) beim Abstiegskandidaten Vienenburg / Lochtum war besonders bitter, da man eine weitere Gelegenheit auslies sich vorne nachhaltig festzusetzen. Pech oder Unvermögen – Woran liegt es? Es kommt wohl beides zum Tragen. Nennen wir es mal Pech beim schwachen Abschluss. Zweifelsohne, unsere Offensivabteilung kämpft vorbildhaft und erspielt sich gute Gelegenheiten, aber zur Zeit braucht man zu viele Chancen zum Treffer. Bezeichnend trafen der überragende Lars Hartwig zum zwischenzeitlichem Ausgleich und Chris Geisler in der Nachspielzeit zwei Mittelfeldspiler für den VfR. Zur Verteidigung des Teams muss angemerkt werden, dass schon die gesamte Vorrunde eine lange Ausfallliste das Team auf eine harte Probe stellt. So sagten wegen Grippe und Verletzung noch kurzfristig Martin Windheuser und Stefan Feg ab. Dazu noch die Langzeitverletzten Zieroth und Hemmerling. Frank Romainschick war die komplette Woche von einer Grippe niedergestreckt. Abwehrspieler Albert Hegelmann musste arbeiten und der verletzte Torwart Ralf Eike wurde von Stefan Probst (extra aus Vallstedt angereist! Vielen Dank!) ersetzt, der an den Gegentreffern schuldlos war. Spielertrainer Dirk Schäning biss zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss auf die Zähne, war aber in seinem Bewegungsablauf noch sichtlich eingeschränkt und Kapitän Mahzum Acar ignorierte ein ärztliches Fußballverbot wegen eines lädierten Knöchels. Und reiche dieses nicht aus, so bekommt der VfR auch noch den Führungstreffer in der zweiten Spielminute, als eine starke Windböe einen Eckball direkt in den Winkel drückte. Aber jetzt Schluss mit Jammern, die Mannschaft wird ebenso wenig wie in den 90 Minuten aufstecken, sondern sicher auch bald wieder Siege einfahren. Am nächsten Wochenende hat man allerdings Zeit die Wunden zu lecken, da man dann spielfrei ist.
Aufstellung: Probst – Schäning – Grubert, Immenroth, Buchwald (75. Gemici), Acar, Hartwig, R. Macke, Geisler – Altekin, Löwe
Tore: 0:1 (2.); 1:1 Hartwig (21.); 1:2 (65.); 1:3 (89.); 1:4 (90+1); 2:4 Geisler (90+3)
